Sammlong Delesen



Alles begann mit einem Geschenk!

So erhielt das Archiv der Werstener Jonges als Spende einige Holzhäuser im Maßstab 1:220, die alte Gebäude und Höfe aus Stoffeln darstellten. Dabei besonders markant das Stoffeler Kapellchen. Dazu muss man wissen, dass der Stadtteil Stoffeln noch bis 1908 zu Wersten gehörte.

Der Kontakt zur Spenderin, Frau Pia Lenßen, war schnell hergestellt. Im Gespräch erfuhren wir viel über ihren Vater. Denn er war es der diese Häuschen gefertigt hatte (siehe die Fotos). Ihr Vater war Josef Delesen. Er wurde 1923 geboren und verstarb im Jahr 2005. Sein Geburtsthaus war die Kampstraße 45, und somit war es nicht weit bis zur katholischen Schule an der Werstener Dorfstraße, wo sich nun heute unser Archiv befindet. Nach dem Ende der Schulzeit begann er in Wuppertal die Maurerlehre. Und dort wurden die ersten Grundlagen gelegt, die ihn im späteren Leben begeisterten. Bedingt durch die Kriegszeit konnte er sein Architekturstudium erst im Jahre 1951 mit Auszeichnung abschließen. Die nun erfolgte Festanstellung beim NRW-Regierungspräsidenten an der Düsseldorfer Cecilienallee sicherte den Lebensunterhalt und bot zeitgleich die Möglichkeit, seinen vielfältigen Interessen nachzugehen. Bei seinen architektonischen Arbeiten stand schon damals der Denkmalschutz für ihn im Vordergrund. Der Wiederaufbau und die Sanierungen zerstörter Innenstädte verlangten seine volle Aufmerksamkeit und Schaffenskraft. Seinem religiösen Leben kamen auch die Besuche alter Kirchen seinen Denkmalschutzgedanken entgegen. Bei der Gestaltung des Düsseldorfer Bugageländes 1987 begleitete er die dortigen Abrissarbeiten von Gebäuden und Gehöften. Nun machte er die Fotos die er später zur Gestaltung der Holzmodelle verwendete. Diese wurden und nun von seiner Tochter zur Verfügung gestellt. Ihr Angebot die gesamte Chronik der Familie zu übernehmen nehmen wir gerne an. Darin enthalten sind viele Aufzeichnungen seiner Ahnenforschung, die bis in Jahr 1824 zurückreichen. Auf den Fotos werden sicher viele ältere Werstener Bürger Josef Delesen wiedererkennen.

Ach, der ist das! Jawohl er war es! Vielen Dank Frau Lenßen.