Auf dieser Seite werden wir in Zukunft Informationen und Bildmaterialien über bekannte Werstener Mitbürger veröffentlichen. Zu den bereits Vorgestellten haben wir mit Hinterbliebenen Gespräche geführt um den Lebenslauf dieser Mitbürger besser beschreiben zu können.


Wir stellen vor:

Wilhelm Kölzer.

verstorben 2014

Es war sein Großvater Josef Kölzer, der 1896 die Fahraddynastie der Familie Kölzer in Wersten eröffnete. Das Geschäft befand sich dann viele Jahre auf der Kölner Landstraße 202. Einige alte Fotos zeigen ihn vor dem Geschäft umgeben von einer großen Kinderschar. Er beschäftigte sich mit vielen technischen Geräten, wie auch Nähmaschine und Kinderspielzeugen. Viele Jahre später übernahm der Sohn Wilhelm das elterliche Geschäft. Er eröffnete dann gegen 1967 das vielen bekannte Fahrradgeschäft an der Opladener Straße. Und auch an dieser Stelle wurde alles instandgesetzt was hereinkam. Fahrräder, Nähmaschinen, Kinderspielzeug  und alles was technisch zu reparieren war. Und im Jahr 1980 war es dann soweit, das Wilhelm Kölzer das Geschäft seines Vaters übernahm.  Und wieder wurde alles repariert. Doch zusätzlich übernahm er auch eine Stelle beim ADAC als Gelber Engel. Dies dürfte sicher vielen der heutigen Mitbürger bekannt sein. Unterstützt von Ehefrau Elisabeth war er 30 Jahre für den ADAC tätig. Solange bis seine angegriffene Gesundheit diese Tätigkeiten nicht mehr zuließ. Er war eine sehr bekannt und beliebt in Wersten, verstarb leider dann im Jahr 2014. Wir danken seiner Witwe Elisabeth Kölzer für dieses Gespräch.


Wir stellen vor:

Franz Daassen.

verstorben 1966


Wir stellen vor:

Josef Delesen.

verstorben 2005

 

Alles begann mit einem Geschenk!

So erhielt das Archiv der Werstener Jonges als Spende einige Holzhäuser im Maßstab 1:220, die alte Gebäude und Höfe aus Stoffeln darstellten. Dabei besonders markant das Stoffeler Kapellchen. Dazu muss man wissen, dass der Stadtteil Stoffeln noch bis 1908 zu Wersten gehörte.

Der Kontakt zur Spenderin, Frau Pia Lenßen, war schnell hergestellt. Im Gespräch erfuhren wir viel über ihren Vater. Denn er war es der diese Häuschen gefertigt hatte (siehe die Fotos). Ihr Vater war Josef Delesen. Er wurde 1923 geboren und verstarb im Jahr 2005. Sein Geburtsthaus war die Kampstraße 45, und somit war es nicht weit bis zur katholischen Schule an der Werstener Dorfstraße, wo sich nun heute unser Archiv befindet. Nach dem Ende der Schulzeit begann er in Wuppertal die Maurerlehre. Und dort wurden die ersten Grundlagen gelegt, die ihn im späteren Leben begeisterten. Bedingt durch die Kriegszeit konnte er sein Architekturstudium erst im Jahre 1951 mit Auszeichnung abschließen. Die nun erfolgte Festanstellung beim NRW-Regierungspräsidenten an der Düsseldorfer Cecilienallee sicherte den Lebensunterhalt und bot zeitgleich die Möglichkeit, seinen vielfältigen Interessen nachzugehen. Bei seinen architektonischen Arbeiten stand schon damals der Denkmalschutz für ihn im Vordergrund. Der Wiederaufbau und die Sanierungen zerstörter Innenstädte verlangten seine volle Aufmerksamkeit und Schaffenskraft. Seinem religiösen Leben kamen auch die Besuche alter Kirchen seinen Denkmalschutzgedanken entgegen. Bei der Gestaltung des Düsseldorfer Bugageländes 1987 begleitete er die dortigen Abrissarbeiten von Gebäuden und Gehöften. Nun machte er die Fotos die er später zur Gestaltung der Holzmodelle verwendete. Diese wurden und nun von seiner Tochter zur Verfügung gestellt. Ihr Angebot die gesamte Chronik der Familie zu übernehmen nehmen wir gerne an. Darin enthalten sind viele Aufzeichnungen seiner Ahnenforschung, die bis in Jahr 1824 zurückreichen. Auf den Fotos werden sicher viele ältere Werstener Bürger Josef Delesen wiedererkennen.

Ach, der ist das! Jawohl er war es! Vielen Dank Frau Lenßen.

 

Wir stellen vor:

Helmut Winterhalter.

Seit 2016 ist Helmut Winterhalter Mitglied der Werstener Jonges. Der 1938 in Düsseldorf Geborene war lange Jahre als Werbe.- und Verlagskaufmann tätig. Wie bei der Feldmühle und der bekannten Werbeagentur Grey auf der Corneliusstraße. Seine letzten Arbeitsjahre vor dem Rentenbeginn war er beim Verlag, der die Frauenzeitschrift "Welt am Sonnabend" druckte, beschäftig. Seine Gedichte stellen wir nun vor.

 

Am Baume hängt das letzte Blatt
Es hat es nun endgültig satt

Hier oben rum zu hängen

Im Frühling rauf, im Herbst dann runter

Das wird dann immer kunter-bunter

Jetzt läßt es sich nicht drängen.

Es trotzt dem Sturm und auch den Winden

Wo würd’s sich sonst auch wieder finden

Ist stolz auf seine starke Kraft

Es hält sich fest, hält alles aus

Streckt unten den’n die Zunge raus

Und denkt: ich hab‘s geschfft.

Der Straß‘ entlang läuft schnell ein Hund

Und freut sich, das ein’ Baum er fund

Und tut, was alle Hunde müssen

Kräftig mal den Baum begießen

Es rüttelt stark und biegt die Äste

Der Hund verrichtet sein Geschäfte

Das wurd selbst unser’m Blatt zuviel

Es fiel und fiel und fiel und fiel.

 

Moral: Nur nicht übermütig werden!