Die evangelische Schule.


Die Geschichte der evangelischen Schule in Wersten begann im Jahre 1901. Bis dahin wurden die wenigen Kinder evangelischer Eltern zusammen mit den katholischen, außer in Religion, unterrichtet.

Zum Religionsunterricht gingen die Konfirmanten nach Eller.

In den 1900 erbauten Schulgebäude an der Dorfstraße wurden den evangelischen Kindern ein Klassenraum zur Verfügung gestellt.

Der erste Lehrer war Herr Krefting. Er mußte in dem einen Raum die Kinder aller Klassen unterrichten. Das war nicht leicht und die Kinder der älteren Jahrgänge mußten helfend und unterrichtend einspringen. Ostern 1904 wurde die Klasse zweigeteilt. Ein neuer Lehrer kam nach Wersten, der evangelische Lehrer Meyer. Es war seine erste Stelle.

Er blieb bis zu seiner Pensionierung, die 1945 erfolgte, in Wersten, wo er 1965 einundachtzigjährig starb.

Eine neue Schule wurde 1905 auf dem Sandberg erbaut.

Aus dem Zweiklassensystem wurde ein dreiklassiges, als eine Holzbaracke neben der Schule errichtet wurde. Lehrkraft hier wurde Fräulein Fehling.

Aber die evangelische Gemeinde Werstens wuchs rapide, so mußte die katholische Schule am Werstener Feld mit einem Klassenraum aushelfen, in der Herr Meyer Unterricht gab.

Die 1936 fertiggestellte Schule an der Lützenkirchener Straße sollte eine rein evangelische Schule werden. Doch auch hier duldete die Partei keine rein religiöse Schule, sie wurde Gemeinschaftsschule, siehe auch Theodor-Heuss-Schule.

Die Schule an der Wiesdorfer Straße wurde Hilfsschule.

Diese Hilfsschule wurde am 1.April 1965 zur katholischen Schule an der Werstener Dorfstraße verlegt, nachdem die neue Schule am

Rheindorfer Weg fertiggestellt worden war.