Die Theodor Heuss Schule


Diese Schule an der Lützenkirchener Straße, in den Jahren 1933-1936 erbaut, trägt schon die Züge eines modernen Schulbaues.

Sie umfaßt 15 Klassenräume und war als evangelische Schule gedacht. Aber auch hier duldete die NSDAP keine Bekenntnisschule, deshalb auch die Gemeinschaftsschule. Neben den Klassenräumen besitzt sie eine große moderne Aula, eine große Turnhalle, eine Nähstube und eine Kochküche. Außer dem geräumigen Schulhof gibt es noch einen schönen Schulgarten.

Von den Klassenräumen sind neun für evangelische Kinder und sechs sind für katholische Kinder bestimmt.

Als im Herbst 1939 der zweite Weltkrieg ausbrach, wurde sie vorübergehend Kaserne für ein Landsturm-Batallion.

Ein zweites Mal wurde sie Parteibüro für die NSDAP und Unterkunft für den auch in Wersten aufgerufenen Volkssturm.

Der Sicherheitsdienst und ein Gestapo-Posten waren 1945 hier untergebracht.

Eine englische Fliegerbombe beschädigte 1943 die Turnhalle und das Schulgebäude.

Nach dem Zusammenbruch diente die Schule eine Zeit lang als Wohnungsamt. Die Schule war während dieser Zeit sehr verwahrlost und verschmutzt, Schulbänke wurden demoliert und gestohlen, sie wurden in Schrebergärten, Randgebieten und in Remisen als Ruhebänke verwendet.

Von 1945 bis 1954 leitete Fräulein Rabe die Schule. Mit ihr waren noch die Lehrerinnen Koenig, Dieckmann, Krapohl, Bauhuis und Grüpen, die Lehrer Dereskewig, Kerschens, Kasner und Loffs. Letzterer wurde 1954 Nachfolger von Fräulein Rabe, seit 1.8.1959 Schulrat in Düsseldorf.

Nach kurzfristigen Zwischenlösungen wurde Herr Lehrer Koch Schuldirektor der Schule.

1961—1963 wurde die Schule gründlich überholt, der Schulhof zementiert.

Heute ist die Schule im besten Zustand.